Archiv für Oktober 2014

3. Platz für Geburtstagskind Leopold GRAHOFER

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Oktober-Kegelergebnisse der HSV Hobbykegelgruppe Edmund Katzinger

Herren:

Zinner Heinrich. 249 K.
Buchmüllner Herbert  245 K
Grahofer Leopold  209 K

Damen:

Tretthahn Edith  198K
Benedikt Elke  187 K
Hochleitner Silvia  168 K

Geburtstag im Oktober hat Grahofer Leopold

Dr.med. Karl DANZINGER im Interview mit der NÖN. Zwettl

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Besten Dank für die Zurverfügungstellung des Interviews.
Sie können den Zeitungsbericht in der NÖN, 40.Woche unter „Thema der Woche“ nachlesen.

Ist der Arztberuf aus Ihrer Sicht noch attraktiv (genug)?
Grundsätzlich ist der Arztberuf immer noch attraktiv – sonst würden sich nicht etwa 10.000-12.000 Bewerber für etwa 1500 Studienplätze jedes Jahr bewerben.
Unattraktiv sind die Rahmenbedingungen in den Spitälern und in den Kassenordinationen – denn die Zahl der Ärzte in Österreich ist höher denn je – aber die meisten befinden sich in WAHLARZTORDINATIONEN – also im privaten Segment.

Würden Sie ihn wieder erlernen bzw. empfehlen?

Ich selbst würde ihn wieder erlernen; der Beruf an sich macht weiter Spaß – nur die sinnlosen Kontrollen und bürokratischen Hürden verleiden das tägliche Arbeiten.

Was sagen Sie zu dem neuen Arbeitszeitgesetz?

Ich glaube, dass das neue Arbeitszeitgesetz längst überfällig war. Das Gesetz gibt es ja EU-weit schon lange; Österreich war nur in der Umsetzung säumig. Welche andere Berufsgruppe würde sich eine derartige Stundenanzahl gefallen lassen und fällt noch dazu NICHT in die Schwerarbeiterregelung????

Glauben Sie, dass die von der Politik angekündigten Änderungen etwas verbessern? (z.B. die finanzielle Unterstützung von 650 Euro seitens des Landes NÖ für Studenten im klinisch praktischen Jahr)
Wenn die Kolleg(in)en das Geld erhalten freue ich mich für sie; wichtiger wäre jedoch, dass sie eine fundierte Ausbildung erhalten und nicht für Routinetätigkeiten „missbraucht“ werden; dann bräuchten sich die Kolleg(in)en nicht davor „fürchten“ in die Selbständigkeit entlassen zu werden wenn sie den Turnus abgeschlossen haben.

Was wäre darüber hinaus noch nötig?
-Eine dringende Finanzierung und Regelung für die Lehrpraxis die um 6 bzw. 12 Jahre verschoben worden ist. Wenn mehr als die Hälfte der niedergelassenen Kassenallgemeinmediziner über 50 bzw. 55Jahre alt sind, dann kann diese Zeitspanne den zu erwartenden Kollaps in der Nachbesetzung nicht abfedern.
-Eine Erkenntnis der Politik, dass „Primary Health Care“ also Grundversorgung (ob in Zentren oder Einzelordinationen) auch Geld kostet. Wir können in der Grundversorgung nicht Aufgaben wahrnehmen, die derzeit in den Spitälern geleistet werden, ohne dass die finanziellen Rahmenbedingungen verbessert werden. Seit mehr als 10 Jahren sind praktisch alle  Honorarabschlüsse unter der Inflationsrate erfolgt. Die Ordinationen der Allgemeinmediziner stehen durch diese „kalte Progression“ am finanziellen Kollaps; dies konnte nur durch Mehrarbeit, wie sie aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung in Österreich zu erwarten ist, abgefedert werden. Nun ist unsere Leistungsfähigkeit an der Kapazitätsgrenze angelangt und die jungen Kollegi(in)en sind nicht mehr bereit dieses inadäquate Verhältnis auf sich zu nehmen. Wir brauchen auch in den Praxen lebbare Arbeitszeitmodelle, die die ärztliche Selbständigkeit nicht gefährdet.
Zu befürchten ist bei den neuen „Gesundheitszentren“ nämlich, dass es nicht ärztliche „Manager“ gibt, die politisch besetzt werden und das Geld rein wirtschaftlich orientiert und nicht nach den Bedürfnissen der Patienten verwalten. Schließlich betrachtet uns Ärzte die Politik ja als „Kostenverursacher“.