Pilotprojekt in Allentsteig

Eisenbahnkreuzung mit Kameraüberwachung
Jeder zweite Autofahrer fährt laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) bei Rot über die Eisenbahnkreuzung. In Allentsteig wird eine Kamera installiert. Dort werden Autofahrer, die bei Rot nicht stehen bleiben, geblitzt.

So wie bei Radar-Fotoboxen soll der Lenker künftig auch auf Eisenbahnkreuzungen fotografiert werden.
Es drohen Strafen von bis zu 726 Euro.

170 Unfälle ereigneten sich im Vorjahr österreichweit an Bahnübergängen. 13 Menschen starben dabei. Das System der Kamera, die nun in Allentsteig installiert wird, ist einfach.

Zeigt die Ampel Rot und fährt ein Autofahrer dennoch über die Bahnkreuzung, wird der Lenker fotografiert. Die Bilder werden dann, wie die Fotos der Radarboxen, bei der Polizei ausgewertet und der Autofahrer bekommt von der Bezirkshauptmannschaft ein Verwaltungsstrafe in der Höhe von bis zu 726 Euro. Zusätzlich gibt es eine Vormerkung im Führerschein.

1.700 Kreuzungen sollen aufgerüstet werden
Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) hat Mitte Mai eine Eisenbahnkreuzungsverordnung in Begutachtung geschickt. Die Sicherungsart von Kreuzungen soll demnach vom Verkehrsaufkommen, dem Tempolimit auf der Schiene und den Sichtverhältnissen abhängen. 1.700 Kreuzungen sollen in den nächsten zehn Jahren technisch aufgerüstet werden.

Im Herbst soll die Kamera in Betrieb gehen
In Allentsteig wird die erste derartige Überwachungskamera installiert. Bis zum Herbst soll die Kamera funktionstüchtig sein, heißt es. Weitere Überwachungssysteme, etwa in Eisenstadt, sollen laut Verkehrsministerium folgen.

Die ÖBB hoffen auf eine präventive Wirkung der Kameras, ähnlich wie bei den Radarboxen. Der Pilotversuch soll außerdem Aufschlüsse über das Alter und andere Eigenschaften der Lenker, die bei Rot über die Kreuzung fahren, bringen, so das KfV.

Quelle: ORF

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